Mit Gottvertrauen in den neuen Lebensabschnitt: Abschied von Pfarrer und stv. Dekan Hans-Friedrich Schäfer

Pfarrer Fritz Schäfer
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„2000 kamen das neue Jahrtausend – und ich!“


„Wahrscheinlich war mir meine Laufbahn schon in die Wiege gelegt“, schmunzelt Pfarrer Fritz Schäfer – ist er doch am Reformationstag 1955 geboren worden. Sein Abitur machte er in Windsbach, studierte anschließend in Neuendettelsau und Heidelberg. Nach seinem Vikariat im Dekanat Coburg war Fritz Schäfer ab 1984 Pfarrer in Wüstenselbitz. Mit dem Jahrtausendwechsel wechselte er auf die Pfarrstelle in Höchstadt a.A.: „2000 kamen das neue Jahrtausend – und ich!“ 21 Jahre hat er seitdem die Gemeinde begleitet. Und auch mit angepackt, wo nötig: „Tische abwischen, Gemeindebriefe austragen, Geschirr nach dem Gemeindefest spülen: damit hatte ich nie ein Problem“, so Pfarrer Schäfer. Eine Kirche auf Augenhöhe war und ist ihm wichtig und seiner Meinung nach der einzige Weg, dass Kirche auch in Zukunft existieren kann: „Wir müssen uns von der althergebrachten Kommstruktur zu einer Gehstruktur verändern, um als Kirche die Menschen zu erreichen.“

Ein Gremienmensch, der mit anpackt

Selbst machen, nicht fragen, wer’s macht, ist Fritz Schäfers Motto: „Ich bin in einem Gasthaus aufgewachsen. Da hat man einfach ohne groß zu fragen angepackt, wenn es etwas zu tun gab.“ Diese Einstellung habe ihn auch durch die 40 Dienstjahre getragen. „Kirche hat sich in den vergangenen Jahren sehr verändert“, so Pfarrer Schäfer. Entwicklungen mitzugestalten, sei ihm immer ein Anliegen gewesen. Gerne habe er Verantwortung übernommen. Bereits zu Studienzeiten engagierte er sich in diversen Gremien, war u.a. 2. Vorsitzender im Pfarrerverein, arbeitete im Dekanatsausschuss mit, war Schulbeauftragter, Senior des Pfarrkapitels und schließlich stellvertretender Dekan im Dekanat Bamberg. „Ich bin ein Gremienmensch“, sagt er selbst von sich und ist dankbar, dass man ihn immer wieder in diese verantwortungsvollen Ämter gewählt habe: „Ich habe da sehr großes Vertrauen genossen.“


Mit Gottvertrauen in die Zukunft

Den Veränderungen in der Kirche trat er nie mit Angst gegenüber: „Mit mir geht eine ganze Generation Pfarrer in Rente. Wir brauchen jetzt Menschen, die sich in Kirche engagieren wollen und müssen mit allen Berufsgruppen Kirche weiterbauen.“ Ein Baustein, um u.a. junge Menschen zu erreichen, ist für den passionierten Sänger die Musik und „vielleicht kann man ab und an auch uns Alte noch fragen, mitzudenken und mitzuwirken“.

Im Rückblick auf vier Jahrzehnte im Dienst der Landeskirche bleibt für Pfarrer Fritz Schäfer die Gewissheit, „dass Gott für uns und für die Kirche einen Weg weiß. Wir müssen einfach zur rechten Zeit nur das machen, was nötig und möglich ist, um Boten der Liebe Gottes zu sein“.