Einmal im Jahr verwandelt sich die Stephanskirche in einen Kinosaal. Mit Einführung von Pfarrer Dr. Hans-Helmuth Schneider wird in Kooperation mit dem Odeon-/Lichtspielkino ein Klassiker der Filmgeschichte gezeigt.

ein Mann mit blauem Gesicht
Bildrechte Rome Paris Films, S.N.C. | Dino de Laurentiis Cinematografica

17. Oktober 2026: Elf Uhr Nachts

Frankreich 1965 Regie: Jean-Luc Godard 

Samstag, 17. Oktober, 19.30 Uhr in der Stephanskirche

mit einer Einführung von Pfr. Hans-Helmuth Schneider in Zusammenarbeit mit dem Odeon-/Lichtspielkino

Eintritt: 9,50 €, ermäßigt 8,50 €

Der Regisseur Jean-Luc Godard (1930 – 2022) war einer der legendären und einflussreichsten Erneuerer der Kultur, wie sie in den 1960er Jahren die verschiedenen Bereiche der Gesellschaft erfasst hat. In seinen Filmen ging es ihm darum, möglichst Vieles anders zu machen als im konventionellen Kino. Dabei nahm er Vieles vorweg, was andere Denker und Künstler erst 20 bis 30 Jahre später formulierten und darstellten. „Elf Uhr Nachts“ war sein erfolgreichster und wohl auch schönster Film.

„Elf Uhr Nachts“ erzählt zwar eine Geschichte: die von zwei Menschen, die sich verlieben und aus der Gesellschaft ausbrechen wollen. Aber Godard ging es nie darum, was er erzählte, sondern darum, wie er es erzählt. Und so wird diese Geschichte überlagert von einer entschieden modernen Darstellung, die sich an Dichtung, Kunst und Trivialkultur gleichermaßen orientiert. Sie erschafft ein Netz aus Zitaten, Verweisen, Anspielungen und Assoziationen, die aus diesem Film etwas ganz anderes machen als eben eine „normal“ erzählte Geschichte.

So entstand ein Film, der ein Gefühl davon vermittelt, welche Freiheit der Darstellung damals möglich war: ein Feuerwerk der Phantasie, Film über Liebe und Romantik, Tragik und Musik, die Kunst und das Leben auf der Suche nach immer neuen Möglichkeiten.