Ein herzliches "Grüß Gott" im Dekanat Bamberg

Liebe Leserinnen und Leser,

im 1. Buch der Chronik steht im 16. Kapitel das interessante Wort: „Jubeln sollen alle Bäume des Waldes vor dem Herrn, denn er kommt, um die Erde zu richten.“ – Jubelnde Bäume. Welch´ ein herrliches Bild? Bäume sind Lebewesen wie wir Menschen, sie können reden, sich freuen und jubeln – aber auch um Hilfe schreien. Letzteres höre und sehe ich in unseren Tagen häufiger. Bäume, die ganze Schöpfung, Tiere und Pflanzen und damit wir Menschen selbst sind schwer bedroht. Die Schöpfung Gottes lechzt nach Hilfe und hofft auf Erlösung.

Unser Vers stammt aus einem Danklied, das dem König David zugeschrieben wird.
Dort heißt es weiter:  „Es freue sich der Himmel und die Erde sei fröhlich, und man sage unter den Völkern, dass der Herr regiert! Das Meer brause und was darinnen ist, und das Feld sei fröhlich und alles, was darauf ist. Es sollen jubeln alle Bäume im Wald vor dem Herrn; denn er kommt, zu richten die Erde.“ –

Blick auf Wald von oben
Bildrechte unsplash.com

So wird beschrieben, wie es ist, wenn Himmel und Erde zusammenkommen und Gott am Werk ist. Frieden wird sein unter den Völkern, die Schöpfung freut sich und hat Zukunft; und in ihr kommen auch die Menschen zu ihrem Recht. So soll es sein, denn der Herr „kommt, zu richten die Erde.“

Damit wird es ernst, weil ausgetretene Pfade verlassen werden müssen, weil Menschen den von ihnen erschaffenen Kreis um sich selbst überspringen und erst Freude finden müssen an dem anderen, friedlichen, gerechten und nachhaltig relevanten Leben. Das ist bestimmt nicht einfach, aber wahrscheinlich werden wir sehen, wie gut das uns allen tut.

Der Gott, den uns Jesus von Nazareth verkündigt, ist kein Strafrichter, der uns niederdrückt. Er bringt vielmehr uns und die ganze Welt zurecht. Er führt uns in die Weite und begleitet uns dabei liebevoll. Thomas Laubach macht das sehr schön in seinem Lied von der Berührung zwischen Himmel und Erde deutlich:

„Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen und neu beginnen, ganz neu …
Wo Menschen sich verschenken, die Liebe bedenken und neu beginnen, ganz neu …
Wo Menschen sich verbünden, den Hass überwinden, und neu beginnen, ganz neu …
… da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns, da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.“

Es ist der Weg der Liebe Gottes zu seiner großartigen Schöpfung, auf dem auch die Bäume wieder jubeln und alle Felder fröhlich singen – und mit ihnen die ganze Welt. Friede wird wachsen und reifen – auch in unserer heute so bedrohten Welt. Das glaube ich. Darauf hoffe ich.

Ich wünsche Ihnen eine behütete und gesegnete Zeit.

Hans-Martin Lechner
Dekan

_________________________________________________________________________________

Sie suchen eine bestimmte Kirchengemeinde im Dekanat oder möchten mehr über die Arbeit und Angebote unserer Dienste und Werke erfahren? Auf unseren Seiten finden Sie Informationen und – was uns noch viel wichtiger ist – Ansprechpartner für alle Bereiche, in denen sich Menschen aus der evangelischen Kirche engagieren. Denn wir möchten für Sie nicht nur über das World Wide Web, sondern ganz konkret und persönlich erreichbar sein.
Solidarität und Zusammenhalt
Bildrechte Foto:unsplash.com

In einem offenen Aufruf „Für Solidarität und Zusammenhalt jetzt!“ fordern prominente Vertreter und Vertreterinnen von Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Kirche, Wissenschaft und Kultur mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt in Krisenzeiten. Der Angriffskrieg auf die Ukraine, die Corona-Pandemie und weltweit gestörte Lieferketten haben Preissteigerungen vor allem für Energie und Nahrungsmittel ausgelöst, die von Menschen mit geringen bis durchschnittlichen Einkommen kaum noch zu stemmen sind. Für viele bedeutet die hohe Inflation eine existenzielle Bedrohung.

Übergabe Inventarisierung
Bildrechte Mirjam Elsel
Ganz oben über dem Kanzelaltar der evangelischen St. Erhard Kirche in Steppach ist das Prunkwappen des Markgrafen Friedrich von Bayreuth angebracht. Eines der typischen Kennzeichen für Markgrafenkirchen. Insgesamt 95 evangelische Markgrafenkirchen und besondere Barockkirchen in Oberfranken wurden in einem aufwendigen dreijährigen Projekt inventarisiert. - von Mirjam Elsel
Aus den ehemals drei selbständigen Evangelischen Bildungswerken Coburg, Bamberg und Kronach-Ludwigsstadt-Michelau ist eine gemeinsame Einrichtung mit zentraler Geschäftsstelle in Bad Staffelstein geworden: Die „Evangelische Erwachsenenbildung Oberfranken West“ zählt 125 Mitglieder – vorwiegend evangelische Kirchengemeinden und Institutionen – und ist mit Büros in Bamberg, Coburg und Bad Staffelstein vertreten, in denen insgesamt neun hauptamtliche Mitarbeitende tätig sind. Bei der Mitgliederversammlung berichtete der geschäftsführende Vorstand und Coburger Dekan Andreas Kleefeld jetzt vom langen und nicht immer einfachen Weg dorthin.


Einladung zum Besuch von Bethäusern
Im Wörterbuch steht unter dem Begriff „besuchen“ folgende Erklärung:
„jemanden, den man gerne sehen möchte, mit dem man freundschaftlich zusammen sein möchte, aufsuchen und sich für eine bestimmte Zeit dort aufhalten“, genau das ist die Idee, die hinter den geplanten Besuchen von Beträumen (Christliche Kirche, Alevitische Gemeinde, Synagoge, …) steht.
Beten kann jeder und jede überall, so-mit kann alles zu einem Bethaus/Be-traum werden, auch ein Wald, eine Wiese, einzig die Beter*innen machen aus einem Raum einen Betraum.

Evangelische-Termine Slider-Teaser