Ein herzliches "Grüß Gott" im Dekanat Bamberg

Offenes Felsengrab_ostern2021
Bildrechte: Pisit Heng_unsplash

Liebe Leserinnen und Leser,

zum zweiten Mal erleben wir Karfreitag, Ostern und die österliche Freudenzeit unter dem bedrückenden Vorzeichen der Pandemie. Hinter uns liegen schwere Zeiten und vor uns die Ungewissheit, wie bei steigenden Inzidenzwerten alles weitergehen wird. Viele Ängste und Sorgen bestimmen unseren Alltag, Geduld und Zuversicht sind immer neu auf die Probe gestellt.

Dennoch geschieht auf vielfältige Weise unglaublich viel in der Kirche unseres Dekanatsbezirkes – analog und digital, in Präsenz und per Livestream, im Freien, zuhause oder auf einem Stationenweg. All das und vieles mehr an seelsorgerlicher Nähe ist für mich ein wunderbarer Erweis des Geistes und der Kraft Gottes gerade in der Krise. Glauben wir doch an einen am Kreuz „krisenerprobten“ Gott, der uns jetzt nahe ist.

Diese bisher kaum gekannte Fülle an Verkündigung ist zugleich auch Ausdruck österlichen Reichtums. Entscheidend ist, dass jeder Mensch persönlich angesprochen wird wie Maria im Garten vor dem Grab vom auferstandenen Herrn, den sie zunächst nicht erkannte (Johannes 20, 11-18). Die persönliche, namentliche und darin vertraute Anrede des zunächst Fremden stärkte in Maria die Gewissheit: „Es ist, wie ich es von Jesus her kenne. Ich bin angesehen, wertgeschätzt, wahrgenommen und geliebt. Ja, ich habe den Herrn gesehen. Jesus lebt, das Grab ist leer.“

Mögen Sie alle aus der Krise des Karfreitags heraus in dieser persönlichen Gewissheit Ostern und die ganze österliche Freudenzeit feiern – gesegnet, voller Freude und Zuversicht!
„Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!“

Mit herzlichen Grüßen

Hans-Martin Lechner
Dekan

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Erlöserkirche nach der Bombardierung 1945
Bildrechte: Staatsarchiv

Im Jahr 2020 jährt sich zum 75. Mal die Bombardierung Bambergs. In den Stollen am Stephansberg starben 54 Menschen, aber auch an weiteren Orten in Bamberg gab es Tote und Verletzte zu beklagen. Das Ausmaß des Angriffs zeigte sich besonders am Beispiel der Erlöserkirche, die bei dem Luftangriff am 22. Februar weitestgehend zerstört wurde. 500 Personen, die im Keller Schutz gesucht hatten, überlebten jedoch unverletzt.

In Erinnerung an den 75. Jahrestag der Bombardierung Bambergs lud die Stadt Bamberg und das Evangelische-Lutherische Dekanat gemeinsam einladen.

Die evangelische Kirche in Bamberg hat sich mit verschiedensten Aktionen am Fest der Demokratie beteiligt. Dazu hat die Stadt anlässlich einer Demonstration des III-Wegs aufgerufen. Mit einem bunten Programm, Fotokationen "Zeige dein Gesicht", Friedenskerzen und Begegnungsaktionen zeigten die Kirchengemeinden der Stadt, dass sie für Freiheit und Demokratie stehen. Auch Dekan Hans-Martin Lechner sagte in aller Deutlichkeit: "Als Kirche stehen wir für eine inklusive Gesellschaft!"
Poetry Slam
Bildrechte: Thomas Braun
Wie ist das mit der Heimat? In Zeiten von Heimatministerium und Flucht aus der Heimat ist das keine einfache Frage. Auch und gerade für Studierende, die aus ihrem „Zuhause“ endlich/leider/neugierig in die große weite Welt gehen. Deswegen luden die evangelische Studierendengemeinde esg und der Verein zur Förderung der jüdischen Geschichte und Kultur Bamberg am 8. Dezember 2019 zu einem PoetrySlam zum Thema „Heimat“ ein. Ein volles Haus im Freiraum in der Kapuzinerstrasse und die tolle Moderation von Maron Fuchs stellten den Rahmen für das Event. Deren Stars waren aber die acht Poet*innen aus Nah und Fern, die in unterschiedlichster Weise über Heimat sprachen. Sie zeigten, dass es keine einfachen Antworten auf Heimat gibt. Und dann sitzen da fast hundert Menschen und lauschen, was da ins Mikro gesprochen wird. Teils nachdenklich, teils fröhlich. Immer ernsthaft.