Ein herzliches "Grüß Gott" im Dekanat Bamberg

Krippe von St. Stephan
Bildrechte beim Autor

Liebe Leserinnen und Leser,

wir feiern Weihnachten und den Jahreswechsel im düsteren Horizont vieler existentieller Krisen, im Land, in Europa und auf der ganzen Welt, die nicht nur mir große Sorgen bereiten. Dennoch will ich als Christ am Optimismus festhalten. So spricht mich in dieser eben auch adventlichen Zeit das mir eher zufällig vor die Augen gekommene „Optimistische Liedchen“ des kürzlich verstorbenen Hans Magnus Enzensberger besonders an:

„Hie und da kommt es vor, dass einer um Hilfe schreit.
Schon springt ein andrer ins Wasser, vollkommen kostenlos. –
Mitten im dicksten Kapitalismus kommt die schimmernde Feuerwehr
um die Ecke und löscht, oder im Hut des Bettlers silbert es plötzlich. –
Vormittags wimmelt es auf den Straßen von Personen, die ohne gezücktes Messer
hin- und herlaufen, seelenruhig, auf der Suche nach Radieschen. –
Wie im tiefsten Frieden. –
Ein herrlicher Anblick.“ –

Ja, ein herrlicher Anblick, immer wieder auch heute erlebbar, in der Bibel an so vielen Stellen aufleuchtend, urtypisch sichtbar im Geschehen der Heiligen Nacht: Die unterschiedlichsten Menschen versammeln sich voll des Friedens vor dem Kind in der Krippe, in dem sie auf wunderbare Weise Gott ganz nahe spüren, in dem sie wahrnehmen und sehen, dass Gott in jedem Kind, in jedem Menschen ist, und allen Menschen ohne Unterschied eine geradezu göttliche würde verleiht – „unantastbar“.

Ein großartiges, kaum zufassendes Wunder, auf das ich in der Weihnachtszeit besonders, aber genauso an jedem Tag des Jahres sehe. Das „Optimistische Liedchen“ hat für mich in der Heiligen Nacht seinen tragende und nachhaltig, immer neu bestärkenden Grund. Darum singe ich in dieser Zeit das einfache Liedchen aus dem Gesangbuch (EG 18) so gerne:

„Seht, die gute Zeit ist nah, Gott kommt auf die Erde,
kommt und ist für alle da, kommt, dass Friede werde. –
Hirt und König, Groß und Klein, Kranke und Gesunde,
Arme, Reiche lädt er ein, freut euch auf die Stunde.“

Der walzerhafte Rhythmus lässt die Freude besonders strahlen, Freude und Zuversicht für alle Menschen, Frieden auf Erden. Im über alle Grenzen hin wertschätzenden und respektvollen Miteinander geben wir Gott die Ehre – und Friede wird möglich und geschieht.

Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes, von der Liebe Gottes erfülltes Weihnachtsfest und ein friedvolles Jahr 2023.

Herzliche Grüße
Ihr
Hans-Martin Lechner
Dekan

_________________________________________________________________

Sie suchen eine bestimmte Kirchengemeinde im Dekanat oder möchten mehr über die Arbeit und Angebote unserer Dienste und Werke erfahren? Auf unseren Seiten finden Sie Informationen und – was uns noch viel wichtiger ist – Ansprechpartner für alle Bereiche, in denen sich Menschen aus der evangelischen Kirche engagieren. Denn wir möchten für Sie nicht nur über das World Wide Web, sondern ganz konkret und persönlich erreichbar sein.


Einladung zum Besuch von Bethäusern
Im Wörterbuch steht unter dem Begriff „besuchen“ folgende Erklärung:
„jemanden, den man gerne sehen möchte, mit dem man freundschaftlich zusammen sein möchte, aufsuchen und sich für eine bestimmte Zeit dort aufhalten“, genau das ist die Idee, die hinter den geplanten Besuchen von Beträumen (Christliche Kirche, Alevitische Gemeinde, Synagoge, …) steht.
Beten kann jeder und jede überall, so-mit kann alles zu einem Bethaus/Be-traum werden, auch ein Wald, eine Wiese, einzig die Beter*innen machen aus einem Raum einen Betraum.

Einige wichtige Punkte standen auf dem Programm der Frühlingssynode unseres Dekanats, die erneut digital stattfand. Neben dem Haushaltsplan des Dekanats, den Diakon Dirk Giepen als Geschäftsführer des Kirchengemeindeamtes vorstellte, war der Entwicklungsprozess des Dekanats im Rahmen von PUK und Landesstellenplanung ein Tagesordnungspunkt. Diakonin Andrea Hofmann, Referentin des Dekans, berichtete über den aktuellen Stand. Im Herbst soll nach einigen Zwischenschritten und Feedbackrunden des Pfarrkapitels und der Kirchenvorstände auf der Herbstsynode eine Beschlussvorlage dazu vorgestellt werden. "Wie wollen wir als Gemeinden miteinander unterwegs sein - das ist die wichtige Frage in diesem Prozess", so Dekan Lechner.

Ein weiterer spannender Teil der Frühlingssynode: Landessynodale Pia Loch berichtete frisch von der vorangegangenen Landessynode und stand auch für Rückfragen der Synodalen zur Verfügung.

Mit dem Bericht des Dekans endete die Frühlingssynode 2022.

Screenshot Webpage Domberg Akademie
Bildrechte Domberg Akademie

Noch vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs hat Pfarrerin Mirjam Elsel in einem Interview über die Arbeit in der Flüchtlingsarbeit erzählt, über die Entstehung der Bamberger Mahnwachen und die Situation in der AEO. Überschrift: "Auf den Spuren der Zuversicht - Lichtblicke zur Fastenzeit".

Der Beitrag ist der zweite Impuls im Rahmen der Fastenzeitimpulse der Domberg-Akademie Freising. Nachzuhören und zu sehen ist er unter https://domberg-akademie.de/specials/zuversicht-fastenzeitimpulse

Evangelische-Termine Slider-Teaser