Ein herzliches "Grüß Gott" im Dekanat Bamberg

Liebe Leserinnen und Leser,

im 1. Buch der Chronik steht im 16. Kapitel das interessante Wort: „Jubeln sollen alle Bäume des Waldes vor dem Herrn, denn er kommt, um die Erde zu richten.“ – Jubelnde Bäume. Welch´ ein herrliches Bild? Bäume sind Lebewesen wie wir Menschen, sie können reden, sich freuen und jubeln – aber auch um Hilfe schreien. Letzteres höre und sehe ich in unseren Tagen häufiger. Bäume, die ganze Schöpfung, Tiere und Pflanzen und damit wir Menschen selbst sind schwer bedroht. Die Schöpfung Gottes lechzt nach Hilfe und hofft auf Erlösung.

Unser Vers stammt aus einem Danklied, das dem König David zugeschrieben wird.
Dort heißt es weiter:  „Es freue sich der Himmel und die Erde sei fröhlich, und man sage unter den Völkern, dass der Herr regiert! Das Meer brause und was darinnen ist, und das Feld sei fröhlich und alles, was darauf ist. Es sollen jubeln alle Bäume im Wald vor dem Herrn; denn er kommt, zu richten die Erde.“ –

Blick auf Wald von oben
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So wird beschrieben, wie es ist, wenn Himmel und Erde zusammenkommen und Gott am Werk ist. Frieden wird sein unter den Völkern, die Schöpfung freut sich und hat Zukunft; und in ihr kommen auch die Menschen zu ihrem Recht. So soll es sein, denn der Herr „kommt, zu richten die Erde.“

Damit wird es ernst, weil ausgetretene Pfade verlassen werden müssen, weil Menschen den von ihnen erschaffenen Kreis um sich selbst überspringen und erst Freude finden müssen an dem anderen, friedlichen, gerechten und nachhaltig relevanten Leben. Das ist bestimmt nicht einfach, aber wahrscheinlich werden wir sehen, wie gut das uns allen tut.

Der Gott, den uns Jesus von Nazareth verkündigt, ist kein Strafrichter, der uns niederdrückt. Er bringt vielmehr uns und die ganze Welt zurecht. Er führt uns in die Weite und begleitet uns dabei liebevoll. Thomas Laubach macht das sehr schön in seinem Lied von der Berührung zwischen Himmel und Erde deutlich:

„Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen und neu beginnen, ganz neu …
Wo Menschen sich verschenken, die Liebe bedenken und neu beginnen, ganz neu …
Wo Menschen sich verbünden, den Hass überwinden, und neu beginnen, ganz neu …
… da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns, da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.“

Es ist der Weg der Liebe Gottes zu seiner großartigen Schöpfung, auf dem auch die Bäume wieder jubeln und alle Felder fröhlich singen – und mit ihnen die ganze Welt. Friede wird wachsen und reifen – auch in unserer heute so bedrohten Welt. Das glaube ich. Darauf hoffe ich.

Ich wünsche Ihnen eine behütete und gesegnete Zeit.

Hans-Martin Lechner
Dekan

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Stolpersteinverlegung
Bildrechte H. Schaller
Stolpersteinverlegung
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„Das ist hier wie ein Friedhof. Wir erinnern uns an Menschen, die gelebt haben.“, meinte eine Schülerin der Erlöserschule, die am vergangenen Mittwoch zum Gedenken an die Reichspogromnacht 1938 mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern um drei sogenannte Stolpersteine stand. Auf den Stolpersteinen konnten sie die Namen von drei Geschwistern lesen: Max, Walter und Ruth Gunzenhäuser.
Die Fünft- bis Siebtklässler*innen hörten die Erzählung ihres Religionslehrers Hubertus Schaller, in welcher die wenigen bekannten Lebensstationen der drei möglichst anschaulich geschildert wurden. Schließlich wurden Max und Walter im KZ Stutthof ermordet. Ruths Leben wurde dagegen bei Riga brutal beendet. Schon vor Ruths Deportation wurde sie von ihren Freund*innen in der Bamberger Schule getrennt. Sie musste eine „jüdische Sonderklasse“ besuchen.
„Nicht einmal Fotos sind als Erinnerung an die drei Geschwister verblieben.“, zeigte sich eine weitere Schülerin erschüttert. Eine dritte Schülerin ergänzte: „In der Schweigeminute hatte ich einen Film im Kopf. Ich konnte mir gut vorstellen, wie die drei verängstigten Geschwister zum Bahnhof getrieben wurden. Das macht traurig.“
Alle beteiligten Schülerinnen und Schüler wussten aus ihrem Alltag, wie oft und schnell Menschen ausgegrenzt werden. Aufgrund dessen, was sie an den Stolpersteinen erfuhren, fassten sie den Entschluss, alles daran zu setzen, dass alle gut und menschenfreundlich zusammenleben.
Hubertus Schaller

Adventskonzert der Brasserie
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Freitag, 25. November, 19 Uhr
Christuskirche Höchstadt/Aisch


Samstag, 26. November, 18 Uhr
Erlöserkirche Bamberg

Die herrliche Verbindung der Blechblasinstrumente mit der Orgel kommt in diesen Konzerten am 1. Adventswochenende voll zur Geltung. Das Bläserensemble des Dekanats Bamberg „La Brasserie“ musiziert solistisch oder zusammen mit der Dekanatskantorin Markéta Schley Reindlová an der Orgel. Es kommen adventliche Werke zu Gehör, u.a. von Andreas Hammerschmidt, Giovanni Gabrieli, Richard Roblee, Christian Sprenger und Denis Bédard. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

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