Ein herzliches "Grüß Gott" im Dekanat Bamberg

Hans-Martin Lechner
Bildrechte Mirjam Lechner

Liebe Leserinnen und Leser,

eigentlich könnte 2024 ein Jahr der Liebe und des Friedens sein. Die Losung für dieses Jahr aus dem 1. Korintherbrief des Apostels Paulus, Kapitel 16, Vers 14, erinnert uns jedenfalls daran und motiviert uns zugleich, die Augen dafür offen zu halten. „Alles geschehe bei euch in Liebe“ heißt es da. Es geht dabei um ein Geschehen, in dem Empfangen und Geben, Erleben und Tun zusammengedacht werden.

Nur wer Liebe empfängt, wird auch Liebe weitergeben können. Das wissen wir aus unserem menschlichen Miteinander. Und das Schöne ist, dass Gott uns Menschen immer schon zuerst liebt, dass da eine unendliche Fülle an Liebe ist, aus der wir immer neu schöpfen können. Jeder Mensch ist geliebtes, mündiges Kind Gottes, Schwester und Bruder Jesu Christi. Das müssen wir uns immer neu sagen lassen und uns für uns selbst und für alle Menschen bewusst machen.

Ich meine, so entsteht eine ganz grundlegende Haltung der Wertschätzung und des Respektes, der Toleranz, der Versöhnung und echter Menschlichkeit aus der Menschenfreundlichkeit Gottes heraus, Frieden und Liebe.

Ich selbst verabschiede mich hier von Ihnen und trete demnächst meinen Ruhestand an. Umso mehr
wünsche ich Ihnen und uns allen eine gesegnete Zeit voller Erfahrung der Liebe, des Vertrauens und der Zuversicht in der Gemeinschaft der Menschen und somit in der Nähe und Gegenwart Gottes.
Schalom – der Friede des Herrn sei mit Ihnen und mit uns allen!

Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Hans-Martin Lechner
Dekan

 

 

_________________________________________________________________

Sie suchen eine bestimmte Kirchengemeinde im Dekanat oder möchten mehr über die Arbeit und Angebote unserer Dienste und Werke erfahren? Auf unseren Seiten finden Sie Informationen und – was uns noch viel wichtiger ist – Ansprechpartner für alle Bereiche, in denen sich Menschen aus der evangelischen Kirche engagieren. Denn wir möchten für Sie nicht nur über das World Wide Web, sondern ganz konkret und persönlich erreichbar sein.

Erich Kästner sagte einmal: Die Ereignisse von 1933-1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen.
In diesem Sinne sind wir der Meinung, dass die Stimme der evangelischen Kirche im Dekanatsbezirk Bamberg laut werden muss gegen die rechtsextremistischen und menschenverachtenden Aussagen der AFD in unserem Land.
Begriffe wie Remigration, Völkisch, Überfremdung sind für uns nicht mit dem Evangelium vereinbar. Der durch Mitglieder der AfD angeheizte Hass und die Verbreitung von Verschwörungstheorien spalten unsere Gesellschaft. Dies ist für Christinnen und Christen, die aus der Liebe Gottes zu allen Menschen leben, nicht tolerierbar.
Wir betrachten es nicht als Aufgabe unserer Kirche, Parteipolitik zu machen oder zu bewerten. Doch es geht nicht nur um eine Partei, sondern um eine Gruppe, die die Werte der Demokratie und der Menschenwürde missachtet. Dies ist nicht mit der christlichen Botschaft zu vereinbaren.
Wir setzen uns daher für ein menschenfreundliches und solidarisches Miteinander in unserer Gesellschaft ein. Wir rufen alle Menschen auf, sich für Demokratie und ein achtsames und friedliches Miteinander starkzumachen.

Bamberg, 18.01.2024

Martina Baumann, Sabrina Göckel, Dirk Giepen
Bildrechte Jürgen Hofmann

Verabschiedung von Diakon Dirk Giepen und Einführung von Sabrina Göckel und Martina Baumann

Am Abend des 11. Januar fand in der Bamberger Stephanskirche ein festlicher Gottesdienst zur Verabschiedung von Diakon Dirk Giepen, dem Leiter des evangelisch-lutherischen Kirchengemeindeamts und Geschäftsführer der Gesamtkirchengemeinde Bamberg statt. Nach sieben Jahren engagierter Dienstzeit wurde Giepen von Dekan Hans Martin Lechner entpflichtet und für den nun beginnenden Ruhestand gesegnet.

Sabrina Göckel, die bisher stellvertretend das Amt geleitet hatte, wird die Nachfolge von Giepen antreten. Dabei wird ihr Martina Baumann, eine erfahrene Kollegin im Kirchengemeindeamt, als Stellvertreterin zur Seite stehen. In den Worten, die die beiden zukünftigen Amtsleiterinnen nach ihrer Einführung an die Festgemeinde richteten, lobten sie die „gänzlich uneitle“ Art ihres Vorgängers Giepen, durch die er Leitung auf mehrere Schultern zu verteilen und Mitarbeitende bei der Übernahme von Verantwortung zu unterstützen wusste. Giepen selbst blickte in seiner Ansprache in Dankbarkeit auf 45 Jahre Dienst als Diakon in unterschiedlichen Arbeitsfeldern zurück.

Beim anschließenden Empfang im Stephanshof würdigte Bürgermeister Jonas Glüsenkamp den Dienst von Diakon Giepen und die zukünftige Arbeit von Frau Göckel und Frau Baumann in einer demokratischen Gesellschaft. Er unterstrich die Bedeutung von klaren Regeln, gleicher Behandlung und Unbestechlichkeit in der Verwaltung als unverzichtbare Bestandteile einer funktionierenden Demokratie.

Die Verabschiedung von Diakon Giepen und die Einführung seiner Nachfolgerinnen bilden zugleich den diesjährigen Auftakt weiterer Veranstaltungen unter dem Motto „Abschied und Neubeginn im Dekanat Bamberg“. So wird am kommenden Sonntag, den 21. Januar Dekan Hans-Martin Lechner in den Ruhestand verabschiedet, bevor im April Sabine Hirschmann in das Amt der Bamberger Dekanin eingeführt wird. Wenige Wochen zuvor wird Kirchenmusiker Michael Goos als Nachfolger für Dekanatskantorin Ingrid Kasper in Bamberg willkommen geheißen.

Martina Baumann im Gespräch
Bildrechte Jürgen Hofmann
Diakon Dirk Giepen im Gespräch
Bildrechte Jürgen Hofmann
Sabrina Göckel trägt einen Turm aus Haribo-Dosen
Bildrechte Jürgen Hofmann
Bürgermeister Glüsenkamp
Bildrechte Jürgen Hofmann
Dekan Hans-Martin Lechner segnet Diakon Dirk Giepen für den Ruhestand
Bildrechte Jürgen Hofmann
Dekan Hans-Martin Lechner segnet Sabrina Göckel und Martina Baumann
Bildrechte Jürgen Hofmann

Es geht wieder los!

Vom 8. Januar bis 23. Februar 2024 startet wieder die Suppenkirche an 5 Tagen in sechs Gemeinden.

Montag: Auferstehungskirche

Suppenkirche
Bildrechte beim Autor

Pestalozzistr. 27 | Bamberg
Bus 901 | Lagarde-Kaserne
Bus 907, 915, 927 | Kirschäckerstr.
Dienstag: St. Matthäus
Bonhoefferplatz 2 | Gaustadt
Bus 916 | Seewiesenstraße
Mittwoch: St. Martin
Grüner Markt 19 | Bamberg
Alle Buslinien | ZOB
ESG (nur Januar)
Markusplatz 1 | Bamberg
Bus 904, 906, 915 | Markusplatz
Donnerstag: St. Stephan
Stephansplatz 5 | Bamberg
Bus 901, 908, 912 | Schranne
Bus 901, 908, 918 | Schulplatz
Freitag: Erlöserkirche
Kunigundendamm 14 | Bamberg
Bus 905 | Marienplatz

Weitere Infos unter: www.suppenkirche.de

Der Dekanatsausschuss des Dekanatsbezirks Bamberg begrüßt das Wort zur Solidarität mit Israel, das die
Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern auf der Herbsttagung 2023 in Amberg beschlossen hat. Der Dekanatsausschuss schließt sich diesem Wort zur Solidarität mit Israel uneingeschränkt an.

Interreligiöses Friedensgebet in Selters 2
Bildrechte Bilddatenbank Fundus

„Wir verurteilen die terroristischen Angriffe der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, am Schabbat, am Ende des Laubhüttenfestes. Die Terroristen haben das größte Massaker seit der Schoah an jüdischen Zivilisten verübt, und das ausgerechnet auf israelischem Staatsgebiet.

Die Hamas hat die Tötung von Zivilistinnen und Zivilisten absichtlich herbeigeführt. Und sie hat mit ihrem Terrorakt nicht nur israelische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Geiselhaft genommen, sondern alle Palästinenserinnen und Palästinenser im Gazastreifen.

Als Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern unterstützen wir das Bestreben des jüdischen Volkes nach einer gesicherten Existenz in einem eigenen Staat.

Die gesicherte Existenz Israels ist massiv bedroht. In dieser Situation gilt unsere volle Solidarität Israel und seiner Bevölkerung. Der Staat hat das Recht, sich gegen Terror zu verteidigen.

Wir wissen, dass auch auf der palästinensischen Seite unschuldige Menschen in hohem Maße leiden, verletzt und getötet werden. Als Christinnen und Christen beten wir für alle Opfer von Gewalt und dafür, dass beide Völker eine Zukunft in Frieden und Sicherheit gewinnen.

Wir sagen Jüdinnen und Juden sowohl bei uns als auch in Israel, dass wir an ihrer Seite sind. Wir sind entsetzt, dass es in unserem Land Demonstrationen gibt, in denen zur Vernichtung des Staates Israel und seiner Bewohnerinnen und Bewohner aufgerufen wird, und verurteilen diese.

Wir sind entsetzt über antisemitische Markierungen in unseren Städten. Wir sind entsetzt, dass Synagogen und jüdische Einrichtungen wieder das Ziel von Brandsätzen werden. Wir sind entsetzt, dass so viele Menschen auch in Bayern Jüdinnen und Juden wieder Hass und Gewalt entgegenbringen. Wir sind entsetzt, dass jüdische Kinder wegen zu erwartender Repressalien Angst davor haben, in Schulen oder Kindertagesstätten zu gehen.

Als Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern engagieren wir uns gegen jede Form des Antisemitismus in unserer Gesellschaft und auch in unserer Kirche. Antisemitismus, egal ob er von rechts, links, muslimischen oder christlichen Kreisen geschürt wird, ist für uns nicht hinnehmbar. Wir sehen selbstkritisch, dass auch wir als evangelische Kirche nicht frei von antisemitischen Vorurteilen und Ressentiments waren und sind.

In Verkündigung, Seelsorge und Bildung treten wir dem entgegen. Wir intensivieren unser Gebet um Frieden. Unser Einsatz gilt über alle Religionsgrenzen hinweg gemeinsam mit allen Menschen guten Willens dem friedlichen Zusammenleben der Religionen bei uns und weltweit.“

Amberg, 29. November 2023
Die vier kirchenleitenden Organe der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

 

 

Evangelische-Termine Slider-Teaser